„Zeig mir deine Wohnung – und ich sag dir, wer du bist“ – Warum dieser Spruch stimmt.

Jeder hat irgendwo eine Kramschublade. JEDER! Das ist auch nicht schlimm und sogar normal. Jedenfalls solange man diese von Zeit zu Zeit mal ausmistet und die Schublade noch zu bekommt.

Aber warum bekommen wir unseren Keller oder unseren Dachboden nicht aufgeräumt?
Wieso dauert es so lange, bis wir unseren Kleiderschrank mal ausmisten? Oft wissen wir sehr wohl, dass die Zeit bis wir wieder in Größe 36 wieder hinein passen, eher nicht mehr kommen wird. Denn oft kaufen wir (Frauen...) ja schon ein paar Jahre 2-3 Kleidergrößen  grösser ein und diese brauchen Platz. und wir hängen sie schön vor den alten Größen 36 – irgendwie passt das schon.  So rutschen die alten Sachen immer mehr nach hinten in die Ecken des Schrankes, oder noch schlimmer, in Kartons neben und über dem Schrank. Bis…ja bis wir vergessen haben was da drin ist. ABER: unser Unterbewusstsein weiß ganz genau, wo und was wir irgendwo und irgendwann versteckt haben. Versteckt haben vor uns selber. Weil wir etwas verdrängen – nicht wahrhaben wollen – das wir etwas loslassen müssen, was wir nicht mehr sind und auch nicht mehr benötigen.

Oft verzichtet man vielleicht auf etwas Neues, weil wir ja keinen Platz haben…, wie schade, wo wir uns so darauf gefreut hätten. Oder wir kaufen es trotzdem, sind dann aber enttäuscht, weil wir es nicht richtig nutzen können und weil wir dafür nicht den Platz zur Verfügung stellen können. So geht dieses schöne Etwas unter, zwischen all dem nicht mehr Benötigtem und es wird als Fehlkauf deklariert.

Wenn wir uns an die Regel halten, erst Platz schaffen vor dem Kauf, können wir so manchen Fehlkauf vermeiden.

 

Wir merken also: Wir tun uns oft schwer mit dem Ausmisten und dem Angehen von wohnlichen Veränderungen:
WEIL es immer mit uns ganz persönlich zu tun hat - mit unserer persönlichen Entrümpelung oder Veränderung. Und das fällt uns schwer, weil das nicht nur körperliche sondern auch oft seelische Arbeit bzw. Auseinandersetzung bedeutet.

THEMEN wie:
Loslassen (Erinnerungen, alt Vertrautem, Verletzungen, alten Zeiten…)
Entscheidungen treffen
Verdeckte Probleme
Blockarden
Selbstwert…

können dabei  offen gelegt werden und wollen be- bzw. verarbeitet werden. Diese Verarbeitung kann alleine ein Wohncoaching in der Regel nicht leisten. Es kann aber unterstützend wirken und ein Freiräumen bzw. Sichtbarmachen von persönlichen Mistständen ist ein Anfang zu einer positiven Veränderung.

Was es bedeutet wenn:

Wenn wir die Wohnung /Haus von außen “zumüllen“, können folgende Möglichkeiten zu treffen:

  1. Hilfeschrei „Bitte helf mir – ich kann es nicht“
  2. Die Meinung von anderen ist mir egal. Ich lebe für mich.
  3. Ich schiebe die Verantwortung an andere ab. (Innen kann die Wohnung aufgeräumt sein.)
  4. „Mach ich morgen-Menschen"…nur nicht heute.

Wenn der Eingangsbereich nicht „nett“ aussieht:

  1. Der erste Eindruck, was einen Drinnen erwartet.
  2. Die Freude nach Hause zu kommen fehlt.
  3. Probleme dringen schon von innen nach außen.
  4. Überforderung

Wenn die Küche nicht aufgeräumt ist:

  1. Kann auf falsche Essgewohnheiten deuten
  2. Falsches Zeitmanagement
  3. Unklare Raumfunktion (wenn noch alles andere in der Küche stattfindet, z.B. PC, Lernen, TV etc.)
  4. Angst vor Mangel (bei überfülltem Kühlschrank und Vorräten)

Wenn das Wohnzimmer chaotisch aussieht:

  1. Falsche Raumaufteilung
  2. Unklare Raumdefinition
  3. Mangel an Stauraum
  4. Unklare Lebensziele
  5. Mangel an Entscheidungsfindung
  6. Unklare aktive und ruhige Phasen

Wenn das Schlafzimmer nicht einladend aussieht:

  1. Selbstwertgefühl schwach
  2. Partnerprobleme
  3. Schlaf, und Entspannungsprobleme
  4. Sorgen, Ängste, unverarbeitete Probleme

Kleiderschrank:

  1. Loslassen
  2. Eigene Wirkung nach Außen
  3. Selbstwert/Sich annehmen

Wenn das Büro nicht aufgeräumt ist:

  1. Planlos im Berufsleben
  2. Schlechte finanzielle Planung, Geldsorgen

Wenn der Keller eher ein Museum ist als ein Partykeller:

Keller = Vergangenheit

  1. Vergangenheit (gezielte  Themen) festhalten
  2. Loslassen im Allgemeinen
  3. Blockaden der Vergangenheit

Wenn der Dachboden seit Jahren nicht mehr betretbar ist:

Dachboden – Unterbewusstsein:

  1. Probleme nicht angehen
  2. Innere Unruhe
  3. Alte Denkmuster
  4. Gedankenkarussell
  5. Nicht abschalten können - Überforderung

Wenn Garage, Schuppen etc.  „befallen“ sind:

  1. Die Probleme auslagern
  2. Die Problematik weitet sich aus

 

Dieses können Indikatoren für ein Wohndefizit sein – muss aber nicht. Aber auf jeden Fall kann es bei dem einen oder anderen „Chaotischen Raum“ zum Nachdenken anregen.

 

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